Getty Images mahnt ab

Getty Images ist ein Internetdienst, auf dem sich Bilder gegen eine Lizenz für einen Zeitraum kaufen und somit auf der eigenen Homepage verwenden lassen.

Doch in letzter Zeit verschickte Getty Images auch Abmahnungen bzw. erst eine Rechnung.

Im Beitrag Getty Images. Wer nicht zahlt, wird abgemahnt! ist zu lesen, dass man auf jedenfall reagieren sollte, da ansonsten eine Abmahnung mit weitaus höheren Kosten als zB. eine Rechnung droht.

In den meisten Fällen ist zu raten, eine modifizierte Unterlassung/Verpflichtungserklärung abzugeben. Dies sollte jedoch im Einzelfall von einem spezialisierten Rechtsanwalt geprüft werden.

Teilweise werden aber auch die eigenen Kunden von Getty Images angeschrieben, welche eine Lizenz inne halten. So berichtet der Spiegel über einen solchen Fall, der sogar bis vor Gericht geht, da der Kunde nicht einsieht, dass er für ein Bild doppelt zahlen muss. Frank Helmschrott schreibt in seinem Blog dazu:

Schlimm genug ist die Vorgehensweise meines Erachtens schon bei denen die in der Tat Unrecht getan haben, dass es dann aber auch noch die eigenen Kunden erwischt, könnte Getty schwer schädigen.

Eine, bereits im letzten Jahr gestartete, Artikelreihe wurde von den Anwälten von Haftungsrecht.com veröffentlicht:

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3 comments

  1. Getty Images hat auch in der Schweiz begonnen abzumahnen. Das Schweizer Konsumentenmagazin Kassensturz berichtet heute Abend darüber.

  2. Vom Urheberrecht her ist Getty Images her zwar auf der sicheren Seite, meint man. Nur: Ist diese Agentur auch beim Beweisen so sattelfest, beispielsweise wenn ein Bild verschoben oder zurückgezogen wird? Und wie steht es mit der Höhe der Honorare, die von Getty Images verlangt und dann plötzlich abgefedert werden?
    Ich habe in meinem Kassensturzblog – direkt nach der „Kassensturz“-Sendung über die Abzocke – darauf hingewiesen, dass verschiedene Branchenverbände dazu übergegangen sind, ihre Mitglieder auf die Aktion von Getty Images aufmerksam zu machen und zu warnen.

  3. Martin Schröder

    Wir haben auf unserem Reiseportal Bilder verwendet, die uns im Jahre 2003 vom französischen Fremdenverkehrsamt zur Verwendung im Internet überlassen wurden. Gestern kam eine Rechnung von Getty, da eines der Bilder angeblich aus deren Bestand stammen würde (1200 Euro brutto). Toll. Wie sollen wir denn nun nachweisen, dass wir dieses Bild vor fünf Jahren aus dem Download-Bereich von „Maison de la France“ erhalten haben, ausdrücklich zur Verwendung auf unserem Reiseportal? Und wie kann Getty eine Rechnung schreiben, ohne uns nachweisen zu müssen, dass das Bild tatsächlich von einem ihrer Fotografen stammt? Behaupten kann Getty bzw. der Fotograf ja viel. Maison de la France nannte damals nämlich einen anderen Fotografen-Namen (den wir auch bei der Abbildung des Bildes auf unsere Website als Urheber angeben).

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